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Gretchenfragen: Was hat das KIT mit Nachhaltigkeit zu tun?

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„Nachhaltigkeit“ ist lange schon in aller Munde, als Begriff in die Jahre gekommen und etwas abgegriffen, immer öfter auch als gewinnträchtiges Feigenblatt missbraucht. Schon wird die x-te Generation neuer Begriffe durch die Gassen getrieben. „Zukunftsfähig“, „generationengerecht“, „enkeltauglich“ u. ä. soll einem nun das Thema ‚Nachhaltigkeit‘ schmackhaft machen. Als sei Nachhaltigkeit eine Modeerscheinung, eine Welle, die vorübergeht, ein Lebensstil, eine Gesinnung, die man sich zueigen machen kann oder nicht.

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Weit gefehlt, in dreierlei Richtung: Erstens sind die Ziele, Herausforderungen und Aufgaben dahinter aktueller denn je, werden künftig drängender. Klimawandel, Flüchtlingswellen, riesige Plastikmüllinseln im Ozean zeugen davon. Zweitens wäre die Tragweite einer wirklich verwirklichten Nachhaltigen Entwicklung, so wie sie seit dem Brundtland-Report über die Vereinten Nationen propagiert wurde und wird, gewaltig, ein kultureller Wandel und menschheitsgeschichtlicher Schritt, der in seiner Dimension eher mit der Einführung der Demokratie, der Säkularisierung oder gar dem neolithischen Umschwung zum Ackerbau vergleichbar wäre. Und drittens geht das Thema Nachhaltigkeit nicht vorüber, wird uns nicht mehr loslassen, im Gegenteil: langfristig ist eine Nachhaltige Entwicklung unausweichlich. Wir könnten uns gar zurücklehnen. Kommen wird sie so oder so, die „Große Transformation“. Die Frage ist nur wie, mit wieviel gesellschaftlichen und ökologischen Verwerfungen sie einhergehen wird – und mit wieviel Würde und Wohlstand wir durch sie hindurchkommen werden. Das liegt auch in unseren Händen, unserer Einsicht, Voraussicht, Vernunft, unserem Wissen und Willen zur Gestaltung.

Was aber hat das KIT damit zu tun? Viel.

Das KIT betreibt Forschung, schafft Wissen. Gerade auch als Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft, die sich um ‘große und drängende Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft’ kümmert, sollte möglichst viel davon unmittelbar und mittelbar einer Nachhaltigen Entwicklung dienen. „Innovation“ lautet ein weiteres Standbein des KIT. Eine gelebte Nachhaltigkeit wäre total innovativ, bzw. bedarf dringend vielfältiger Innovationen – technischer, aber auch gesellschaftlicher (wie wir sie z.B. mit dem „Quartier Zukunft“ anstreben). Nachhaltigkeit ist des Weiteren essenziell eine Frage von Bewusstheit und Bildung – und das KIT eine renommierte Bildungs- und Ausbildungsinstitution mit weltweit gutem Ruf. Hier werden Führungskräfte der Zukunft ausgebildet. Dass dies ohne eine explizite Bildung für Nachhaltige Entwicklung geschieht, ist eigentlich undenkbar, zumindest aber unverantwortlich.

Forschung, Bildung und Innovation, all das fußt auf dem Innenleben des KIT als Betrieb, Institution und kulturellem Organismus. Was innerhalb der Unternehmung KIT im Bereich des Sozialen, der Ressourcenschonung oder des Umweltschutz geschieht, wirkt auch nach außen, wird nach außen getragen und wird auch von außen gesehen. Man schaut auf das KIT. Das KIT ist vielfältig Vorreiter und Vorbild. Für Glaubwürdigkeit und Integrität ist es von nicht zu unterschätzender Bedeutung, wie das KIT seinen Betrieb im Innern organisiert, wie es mit MitarbeiterInnen, mit Papierressourcen, Biodiversität und seiner Energieversorgung umgeht. Auch wenn die Hürden noch so hoch, die Aufgaben für eine Nachhaltige Entwicklung – auch innerhalb des KIT – noch so vielfältig erscheinen: jeder Beitrag lohnt sich, trägt Schritt für Schritt zur großen Transformation bei.  Diese Schritte müssen gesehen und mehr werden! Auf dass sich das KIT – seiner Verantwortung bewusst – verstärkt den Anliegen einer nachhaltigen Entwicklung im Innen und Außen widmen möge.

 

Der Originalartikel ist erschienen im „Campus-Kurier“, dem Newsletter des  KIT- ZUKUNFTSCAMPUS.

 

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